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Neuigkeiten aus unserer Arbeit

Im Sommer konnten wir wieder viel bewegen – dank Eurer Solidarität und Unterstützung. Wir möchten Euch einen Einblick geben: von neuen Teammitgliedern über unsere Fahrten in die Ukraine bis hin zu geplanten Soli-Events.

Eure Hilfe hat es möglich gemacht, wichtige Hilfsgüter zu überbringen, Partnerorganisationen zu stärken und Menschen auf ihrer Flucht zu begleiten. Dafür möchten wir Euch von Herzen danken!

Unser Team wächst

Im Frühjahr hat unsere Gruppe zwei neue Mitglieder gewonnen. Sie sind an der Foto- und Videoproduktion für Social Media beteiligt und waren bei unserem Gala-Dinner Anfang Juli in der Vorbereitung und in der Küche dabei. Sie sind in die Kommunikation mit unseren Partner*innen eingebunden, haben bei den Fahrten die Vorbereitung und die Unterbringung sowie Betreuung der Passagier*innen nach deren Ankunft unterstützt und eine Fahrt nach Lwiw selbst begleitet.

Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen

Effiziente Kommunikation mit den Partnerorganisationen bleibt eine tragende Säule unserer Arbeit. Die stabile Zusammenarbeit, über die wir sehr glücklich sind, sorgt dafür, dass Hilfe stets zielgerichtet ankommt.

Gemeinde aus Tschernihiwka

Die binnengeflüchtete Gemeinde aus Tschernihiwka, die 2022 vor russischer Besatzung nach Saporischschja geflohen ist, meistert ihr Leben eigenständig und entschlossen. Ihren Berichten zufolge fragen sie sich aber in der letzten Zeit zunehmend, wie lange sie noch resilient bleiben können. Gerade diese kleine Gemeinschaft braucht besondere Zeichen der Solidarität.

Solidarity Collectives ist ein landesweites Netzwerk, das uns über die humanitäre Lage insbesondere in den frontnahen Gebieten informiert und das wir mit entsprechenden Hilfsgütern beliefern.

For Equal Rights im Süden der Ukraine unterstützt LGBTQ+-Menschen, deren Rechte im Krieg besonders bedroht sind.

Das landesweit vernetzte Club Eney unterstützt Sexarbeiter*innen und HIV-positive Menschen.

Finanzen & Solidarität

Wir haben Konten bei betterplace.org und PayPal. Ein für uns vorteilhafterer, weil gebührenfreier, Weg ist jedoch die direkte Überweisung auf das Bankkonto unseres Trägervereins Roter Stern Berlin 2012 e.V.:

IBAN: DE70 8306 5408 0004 0255 47
BIC: GENODEF1SLR
Verwendungszweck (immer angeben): Ukrainebus.

Besonders wertvoll sind kleine Daueraufträge, die Planungssicherheit schaffen.

Ein großes Dankeschön geht an die Berliner Ortsgruppe von Second Bandshirt, die uns im Juli 2.500 € übergeben hat. Auch die Fanszene von SV Babelsberg 03 steht an unserer Seite: Beim Spiel gegen den BFC Preußen Ende Oktober/Anfang November wird ein Solitag organisiert, mit Spendenaktion, Info- und Merchstand.

Fahrten im Juli und September

Dank Eurer Spenden sind wir im Juli nach Lwiw gefahren, um unseren Partner*innen humanitäre Hilfe zu überbringen. Dieses Mal haben wir die Gemeinde Tschernihiwka, deren Lager in Saporischschja im Juni durch einen russischen Drohnenangriff weitgehend zerstört wurde, mit Babynahrung, Produkten für ältere Menschen sowie Tablets und Powerbanks unterstützt. An Solidarity Collectives haben wir medizinische Ausrüstung für ein Krankenhaus in Druschkiwka, das unmittelbar nah zur Front liegt, geliefert.

Gemeinde Tschernihiwka
Krankenhaus in Druschkiwka

Die russischen Luftangriffe mit teils mehr als 700 Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern pro Nacht erreichen auch westukrainische Städte wie Luzk, Iwano-Frankiwsk, Tscherniwzi und Lwiw. In der Nacht vor unserer Abfahrt wurden in einem der schwersten Luftangriffe seit Beginn der Vollinvasion mehrere zentrale Viertel von Lwiw getroffen, mindestens 13 Menschen wurden verletzt. Die polnisch-ukrainische Grenze überquerte unser Fahrtteam am nächsten Abend einige Minuten vor Entwarnung. Die folgenden zwei Nächte in Lwiw verliefen ruhig. Aber auch in Abwesenheit von Luftalarm ist der Krieg in der Stadt überall präsent – ob auf der Veteranen-Business-Messe, die am Sonntag auf dem zentralen Platz stattfand und die Reintegration von Veteran*innen ins zivile Leben fördern soll, oder in den Buchläden, deren Poster um Bücherspenden für die Front bitten.

Poster „Schenke ein Buch an die Front“ in einem Buchladen, Lwiw

Auf dem Rückweg konnten wir weitere sechs Menschen, Frauen, Kinder und Jugendliche vornehmlich aus der Südukraine, bei ihrer Flucht unterstützen. Nach unserer Ankunft in Berlin sind sie mit Unterstützung von Freiwilligen des Berlin Arrival Support an ihre jeweiligen Zielorte weitergereist.

Ende September planen wir erneut eine Fahrt nach Lwiw, mit Lieferungen an Club Eney und For Equal Rights.

Soli-Events in Berlin

Unsere Soli-Events helfen uns, finanzielle Mittel zu sammeln. Während der Casino-Abend bereits gut etabliert ist, wollen wir auch neue Formate ausprobieren. In diesem Jahr war unser Benefiz-Dinner Anfang Juli ein großer Erfolg: Wir erhielten zahlreiche Rückmeldungen, dass es uns gelungen ist, ein schönes Ambiente zu schaffen, ohne den Fokus unserer Arbeit aus den Augen zu verlieren. Derzeit überlegen wir, ein altes Format wiederzubeleben – eine Versteigerung.

Nach dreieinhalb Jahren vollumfänglichem Krieg haben wir das Gefühl, in Berlin und darüber hinaus eine feste Gemeinschaft aufgebaut zu haben: Wir haben treue Spender*innen, engagierte Unterstützer*innen und viele bekannte Gesichter bei unseren Veranstaltungen. Das stärkt uns sehr.

Doch im Mittelpunkt stehen die Menschen in der Ukraine und unsere Partner*innen, die Hilfe verteilen. Sie berichten uns, wie dringend die Unterstützung gebraucht wird – und dass sie ankommt.

Danke an alle, die das möglich machen!